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Bischofshofen - Salzburg - Innsbruck - Meran - Bozen - Trient - Verona
639,38 km | 3303 hm  ☆☆☆☆☆

 

3-Länder Radtour durch Österreich - Schweiz - Italien
Ein unbeschreibliches, wundervolles Erlebnis für Körper, Geist und Seele. Je nach Tourenplanung geht es durch das Salzburger Land über Bad Reichenhall und Lofer in das Tiroler Unter- und Oberland, in das Schweizer Martina und über den Reschenpass nach Italien.

Auf der Route liegen die Städte Salzburg, Innsbruck, entlang der Etsch Meran, Bozen, Trient und Verona, eine Stadt, die als Reiseziel mit ihren kulturellen Sehenswürdigkeiten und ihrem Stadtbild einen krönenden Abschluss darstellt. Die Strecke wurde auf bestens ausgebauten Radwegen gefahren, bis auf wenige Kilometer, die auf Bundesstraßen gefahren werden musste. Speziell auf der Strecke im Bereich Martina bis Nauders am Reschenpass, die ausnahmslos auf einer wenig befahrenen Bundesstraße entlangführt.

Diese Tour wurde wie folgt geplant, da sich die Rückreise von Verona mit der Fahrradmitnahme kompliziert gestaltete, da alle Schnellzüge, die Fahrradmitnahme anbieten, auf Monate - ausser einem - ausgebucht waren. Unser Gepäck hatten wir selbst mit und verzichteten zugunsten der Flexibilität auf einen Gepäck-Shuttle und Zimmer-Buchungen, ausgenommen in Verona, da zu dieser Zeit die Opernfestspiele in der Arena von Verona stattfinden.

Zur Tourplanung von Landeck bis Verona hatten wir das wetterfeste, sehr ausführlich geschriebene
bikline-radtourenbuch: Etsch-Radweg, das uns in so mancher Situation eine große Hilfe war.

Eine absolut empfehlenswerte Genuss-Tour, auch für erfahrene Cracks, mit landschaftlichen Eindrücken und Erlebnissen, die seinesgleichen sucht.

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Tag 1
Mit dem Zug von Bischofshofen über Salzburg nach Innsbruck.
Mit dem Fahrrad weiter von Innsbruck über Landeck nach Prutz.
100,59 km -- 602 hm -- 7h:05min

Mit dem Bike gestartet wurde die Tour bei leichtem Regen in Innsbruck am Hauptbahnhof.
Dem Inntal-Radwanderweg entlang über Telfs, Stams, Landeck bis nach Prutz, wo wir die erste Übernachtung im sehr empfehlenswerten Hotel Post verbrachten.
Der Radweg ist an sich mäßig gut beschildert, jedoch im Ort Ötztal-Bahnhof glich die Beschilderung einer Verwirrungstaktik, da hier der Inntal-Radweg ein Teilstück mit dem Ötztal-Mountain-Bike-Trail gleich verläuft und kreuz und quer durch das Dorf führt.
Hier sollte man sich schon genauestens im Vorfeld informieren, das spart Zeit und Ratlosigkeit.

Zur Webseite Hotel Post in Prutz: Sehr schöne Zimmer, reichhaltiges Frühstücksbuffet, Versperrmöglichkeit für Fahrräder, sehr empfehlenswert. Unsere Beurteilung: sehr gut. _____________________________________________________________________________________________

Tag 2
Prutz - Martina - Nauders - Reschenpass - Laas
88,37 km -- 965 hm - 5h:39min

In der Nacht hatte sich das Wetter gebessert und weiter ging die Fahrt bei wenig Wolken und angenehmen Temperaturen.
Dem Inn-Radwanderweg entlang Richtung Pfunds und weiter in die Schweiz nach Martina.
Vor Martina endet der Radweg und weiter führt uns unsere Reise auf eine wenig befahrene Bundesstraße nach Nauders.
Ab Nauders beginnt wieder ein Radweg hinauf auf den Reschenpass, wo man die italienische Grenze passiert.
Weiter auf der linken Seite des Reschensees entlang, der zu einer Pause einlädt.

Vor bis zum Haidersee, an den man kurz vorher auf die rechte Seite wechselt. Zu erwähnen ist, dass ab dem Reschenpass der Radweg bis Verona perfekt beschildert ist. Highlight ab dem Haidersee: ab hier ging es ca. 5 Kilometer entlang der Etsch bergab am asphaltierten Radweg, vergleichbar mit einer Bobbahn, die jedes Bikerherz höher schlagen lässt, hinunter nach Burgeis, einem verträumten Ort mit der Burg Fürstenburg.

Bei weiterem leichtem Gefälle erreichten wir Laas. Wir entschieden uns in Laas im Schwarzen Adler zu übernachten, da vom Reschenpass her dunkle Gewitterwolken aufzogen. Eine kluge Entscheidung, da es bald darauf und in der Nacht wie aus offenen Schleusen regnete.

Zur Webseite Gasthof Schwarzer Adler in Laas: saubere Zimmer, Frühstücksbuffet ausreichend, Versperrmöglichket für Fahrräder, Personal sehr freundlich; Beurteilung: Gut _____________________________________________________________________________________________

Tag 3
Laas - Trient - Mattarello
138,09 km -- 173 hm -- 6h:16min

Bei starker Bewölkung, jedoch ohne Regen, starteten wir die 3. Etappe der Tour.
Das Wetter auf der ganzen Tour war uns wirklich gut gesinnt. Ab Prutz in Tirol gab es auschließlich in den Nächten Regen oder starke Unwetter, tagsüber schien meistens die Sonne.
Weiter ging es zu den Städten Meran und Bozen, die wir nur streiften, und weiter nach Trient in die Altstadt. Kommt man zur Burg Siegmundskron bei Bozen, kann man sich hier entscheiden, ob man links am Radweg bleibt so wie wir, oder rechts die Route über den Kalterer See hinauf nimmt.

Von Meran nach Trient setzte um ca. 14 Uhr ein starker Gegenwind ein, der hier obligatorisch zu sein scheint.
In Trient entschieden wir uns im 8 Kilometer weiter entfernten Mattarello eine Übernachtungsmöglichkeit zu suchen. Nach längerem Suchen sind wir dann auf das Hotel Karinhall gestoßen, das keine Wünsche offen ließ.

Zur Webseite Hotel Karinhall in Mattarello: sehr sauberes, großes Appartement mit Terrasse, absolut ruhige Lage, sehr freundliches Personal, Versperrmöglichket für Fahrräder, sehr empfehlenswert; Frühstücksbuffet sehr gut, Beurteilung: hervorragend. _____________________________________________________________________________________________

Tag 4
Mattarello - Verona
95,48 km -- 331 hm -- 5h:50min

Im vierten Streckenabschnitt ging es weiter durch schier endlose Weingärten entlang der Etsch Richtung Verona. Landschaftlich, wie jede Etappe auf der Tour, ein Juwel.
Ca. 30 Kilometer vor Verona muss man sich noch auf einen steilen Anstieg mit ca. 300 Höhenmeter gefasst machen. Die große Hitze kam erschwerend dazu. Wir hatten absichtlich die letzten 20 Kilometer unsere Geschwindigkeit gedrosselt, um einigermaßen ausgeruht und nicht überhitzt in Verona anzukommen. Genächtigt wurde im Hotel Trieste, das mitten im Stadtzentrum und wenige Gehminuten von der Arena entfernt liegt.

In Verona verweilten wir 2 Tage.
Tipp: Unbedingt Verona ansehen, ein unvergessliches Erlebnis!
Einen Tag davon nutzten wir für eine Ausflugsfahrt mit dem Bus zum ca. 50 km entfernten Bardolino am Gardasee.

Zur Webseite Hotel Trieste in Verona: Neu renoviertes Hotel im Retro-Stil, schalldichte Fenster, kein Straßenlärm, Frühstücksbuffet sehr gut; Versperrmöglichkeit für Fahrräder; Beurteilung: sehr gut _____________________________________________________________________________________________

Tag 5
Mit dem Zug zurück nach Innsbruck.
Mit dem Fahrrad von Innsbruck nach Radfeld/Rattenberg, Nähe Wörgl.
42,32 km -- 47 hm -- 2h:25min

Am fünften Tag fuhren wir mit dem Zug nach Innsbruck, wo wir um ca. 15 Uhr eintrafen.
Tipp: Unbedingt schon im Vorhinein die Mitnahme der Fahrräder reservieren.
Hier ging es erst einmal ohne festes Ziel den Inn-Radweg entlang und wir entschieden uns in Radfeld, ein Ort, der gleich an das bekannte Rattenberg in Tirol anschließt, in der Pension Michaelerhof zu nächtigen.

Zur Webseite Pension Michaelerhof in Radfeld: kleine, saubere Zimmer, freundliches Personal, Frühstücksbuffet ausreichend; Versperrmöglichkeit fü Fahrräder; Beurteilung: gut; _____________________________________________________________________________________________

Tag 6
Rattenberg - Wörgl - St. Johann in Tirol - Lofer
74,36 km -- 690 hm -- 4h:37min

Anfangs am Inntal-Radweg, kamen wir nun immer unserer heimatlichen Bergwelt näher.
In Wörgl mündet der Inn-Radweg in den Wilden Kaiser-Radweg, der bis nach St. Johann in Tirol führt. Jetzt ging es mit teils knackigen Anstiegen durch die Tiroler Hügellandschaft - rechts vorbei am Wilden Kaiser.
In St. Johann mündet der Wilde Kaiser-Radweg dann in den Mozart-Radweg, dem wir bis nach Lofer folgten.
Auch in Lofer haben wir wieder eine mehr als perfekte Übernachtungsmöglichkeit im Gasthof Zum Schweizer bekommen, das direkt an das Steinbergbad Lofer angrenzt.

Weiteres Highlight: Als Gast gibt es die Saalach-Card, die einem den kostenlosen Eintritt in das Steinbergbad Lofer, Alpenbad Unken, in die Seisenbergklamm, in die Vorderkaserklamm und die Gratis-Gondelfahrt mit den Loferer Almbahnen auf die Loferer Alm ermöglicht.

Zur Webseite Gasthof Zum Schweizer in Lofer: sehr sauberes Zimmer, absolut ruhige Lage, sehr freundliches Personal, Versperrmöglichket für Fahrräder, sehr empfehlenswert; Frühstücksbuffet sehr gut, Beurteilung: hervorragend. _____________________________________________________________________________________________

Tag 7
Lofer - Bad Reichenhall - Salzburg - Bischofshofen
100,27 km -- 495 hm -- 4h:51min

Bei wolkenverhangenem Himmel, jedoch ohne Regen, starteten wir den letzten Tourtag unserer so unbeschreiblich schönen Reise.
Durch kupiertes Gelände mit noch einigen kleinen, aber steilen Anstiegen, ging es neben der Saalach Richtung
Bad Reichenhall.
Achtung: einige kleine Teilstücke auf dieser Strecke sind grob geschottert und für zarte Trekking-Reifen sicher eine Herausforderung, dagegen mit MTB-Reifen bist du auf der absolut sicheren Seite.

Unbedingt nach Bad Reichenhall hineinfahren, das Stadtzentrum ist auf alle Fälle einen Besuch wert.
Von Bad Reichenhall aus folgten wir dem Tauernradweg direkt in das Zentrum der Stadt Salzburg, die unbedingt zu einer Pause einlädt.

Die letzten 50 km von Salzburg nach Bischofshofen wurden auf der Bundesstraße gefahren,wo wir wohlbehalten zu Hause ankamen. _____________________________________________________________________________________________

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