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Bischofshofen - Chamonix
785,8 km | 8112 hm  ☆☆☆☆☆

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Eine wunderschöne Tour mit einem Schönwetter-Zeitfenster wie bestellt. Keinerlei technische Probleme, keinerlei Probleme mit dem Sitzfleisch, dank einer innovativen Radhose für Langzeittouren.
Eine runde Sache!

Tag 1 - Bischofshofen -- Wildschönau -- 121,87 km | 996 hm

Gestartet wurde am 4. Mai 2016 in Bischofshofen um ca. 9:00 Uhr bei kaltem Regenwetter. Im Bereich Hochfilzen beinahe Schneefall.
Eingepackt in voller Regenmontur und 7kg Rucksack erreichte ich erschöpft Hopfgarten in der Wildschönau.

Tag 2 - Wildschönau -- Rietz bei Stams -- 98,06 km | 377 hm

Bei kaltem, aber schönem Wetter gings dann weiter nach Rietz bei Stams.
Mit neuen Kräften und wieder voll motiviert flog ich an Innsbruck vorbei Richtung Telfs, alsdann ich ich eigentlich relativ fit in Rietz ankam. Dieser Zustand sollte sich, auch wenn die Belastungen jetzt größer wurden, nicht grundlegend ändern.

Tag 3 - Rietz -- Feldkirch -- 128,86 km | 1625 hm

Für heute hatte ich die Königstour geplant. Über den Arlbergpass nach Bludenz und weiter nach Feldkirch.
Es ging erstaunlich gut, jedoch begann jetzt das linke Knie größere Probleme zu machen.
Dürfte eine Sehnenentzündung gewesen sein, die sich hier mit Riesenschritten eingeschlichen hat. Mit Biss gings über St. Christoph hinunter nach Bludenz, von wo ich dann bewusst relaxt nach Feldkirch fuhr.

Tag 4 - Feldkirch -- Wädenswil am Zürichsee -- 102,33 km | 740 hm

Zeitig am Morgen brach ich auf zu meinem letzten Tourtag, an dem ich alleine unterwegs war und tags darauf endlich meinen schweren Begleiter - meinen Rucksack - loswerden würde, wo ich einen Kollegen - Peter - und einen Freund - Phil - treffen würde.
Von Feldkirch durch Liechtenstein in die Schweiz, vorbei am Walensee, in dem ich eine halbe Stunde mein Knie kühlte, weiter Richtung Zürichsee nach Wädenswil, wo schon Peter mit Raclett und kühlem Bier auf mich wartete. Wo dann Phil eine halbe Stunde später mit dem Tourbus auftauchte, pünktlich wie ein Uhrwerk.

Tag 5 - Wädenswil -- Thun -- 134,21 km | 1504 hm

Gleich vorweg: Diese Tour hatte ich unterschätzt. Ab Wädenswil 10 km leicht bergauf, verfuhr ich mich schneidig in Luzern und die Tour wurde im 2ten Drittel echt knackig. Gings anfangs noch mehr oder weniger flach dahin, gings ab Emmi aufi und owi durch das Emmental und weiter in das Entlebuch.
Wunderschön eingebettet in den Schweizer Alpen. Ab dem Entlebuch nur mehr aufi über den Schallenbergpass - aber wo es raufgeht, geht es auch wieder runter. Runter nach Thun, wo Phil schon den Campingplatz reserviert und die Stadt ausgiebig erkundet hatte.

Tag 6 - Thun -- Montreux -- 125,14 km | 1261 hm

Heute war weniger Kondition als Oriontierungssinn gefragt. Unzählige Möglichkeiten sich zu verfahren. Bin absichtlich ohne Navi meine Gesamttour angegangen. Musste mich viel durchfragen und hatte es am Ende doch ohne Umwege geschafft, nach Montreux am Genfersee zu kommen.
Knie: Dauerschmerz
mögliche Belastungsintensität: 50-70%

Tag 7 - Montreux -- Chamonix -- 75,33 km | 1609 hm

Letzte Etappe von Montreux über Martigny, über den Forclaz-Pass nach Chamonix.
Gings mit perfektem Rückenwind und relativ geringen Knieschmerzen 40 km durchs wunderschöne Rhone-Tal, wurde es ab Martigny zum letzten Mal selektiv.
33 km meist bergauf und mörderisch heiß, wurden die Knieschmerzen fast unerträglich.
Doch das Näherkommen und schon fast mittendrin in den französischen Zentralalpen, ließen mich durchbeissen.

Eigentlich wollte ich noch den Gipfel des Mont Blanc mit den Tourenski erreichen, das Wetter nahm mir jedoch die Entscheidung ab. Noch am selben Tag zog eine mehrtägige Schlechtwetterfront mit teilweise Schneefall von Italien her auf.
Phil und ich verließen Chamonix durch den Mont Blanc Tunnel. Ziel: Gardasee - ein wenig biken.

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